Rotary Hospiz, Deutschland


Betreiber:


HOSPIZ-Initiative Odenwald e.V., Erbach, Deutschland

Beratung & Vertrieb:


Herbert Waldmann GmbH & Co. KG, Villingen-Schwenningen, Deutschland

Hersteller:


Derungs Licht AG, Gossau, Schweiz

Beleuchtungslösung:


Raumleuchten VIVAA, ZERA Bed, CUBE, VANERA Bath, OBLO LED,
VISUAL TIMING LIGHT, LAVIGO Stehleuchte


Rotary Hospiz
Rotary Hospiz


Die Lichtlösungen werden insbesondere als wenig belastend und wenig
anstrengend für die Augen wahrgenommen.


Das ROTARY-HOSPIZ in Erbach im Odenwald hat im Juli 2018 seinen Betrieb aufgenommen. Es ist eine stationäre Einrichtung zur Versorgung und Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Über die Besonderheiten der Lichtplanung und -gestaltung im Hospiz sprachen wir mit Leiterin Barbara Prystanowski.


Was sind die Visionen und Werte des Hospizes? Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Barbara Prystanowski: Unsere Hospizarbeit ist von dem Leitgedanken geprägt, den Menschen eine gute Versorgung und Begleitung am Lebensende zu ermöglichen. Hauptsächlich und in erster Linie dem Patienten gegenüber. Und zwar allumfassend: im körperlichen, im seelischen sowie im medizinischen Bereich. Und selbstverständlich sind wir auch für die Angehörigen und das komplette Umfeld des Patienten da.


In einem Hospiz sind Schmerz, Abschied und Trauer allgegenwärtig. Welche speziellen Zielsetzungen und Herausforderungen gab es bei der Lichtplanung?

Barbara Prystanowski: Die ganz spezielle Zielsetzung bei der Lichtplanung und der Umsetzung war ganz eindeutig, eine wohnliche und auch jahreszeitlich unabhängige Beleuchtung anbieten zu können. Zudem wurde ich im Fernsehen auf eine Studie der Berliner Charité aufmerksam, die zeigt, dass durch den Einsatz von biodynamischem Licht der Tag-Nacht-Rhythmus für Patienten besser angeglichen und die Gabe von Medikamenten reduziert werden kann. Ein Grund mehr, eine gezielte Lichtplanung in unserem Hospiz zu installieren.


Wie konnte Waldmann die Zielsetzungen und Herausforderungen erfüllen?

Barbara Prystanowski: Bei den Planung- und Gestaltungsgesprächen wurden wir von der Firma Waldmann sehr unterstützt und beraten, so entstand letztendlich ein sinnvolles und umfassendes Lichtkonzept hier im Hospiz.


Wie und warum ist konkret der Kontakt zu Waldmann entstanden?

Barbara Prystanowski: Der Kontakt entstand bereits bei der Planung der Innenausstattung des ROTARY-Hospizes über die Firma Embru Deutschland, diese hatte bereits bei anderen sozialen Projekten mit der Firma Waldmann zusammengearbeitet.


Wie viele und welche Räumlichkeiten wurden bei Ihnen mit VTL usw. ausgestattet?

Barbara Prystanowski: Mit VTL ausgestattet sind die Patientenzimmer, die Bäder, die Flurbereiche, die Büros sowie der Pflegestützpunkt. Der Pflegestützpunkt ist der Bereich, in dem die Dokumentation und Planung der Pflege stattfindet.


Welche unterschiedlichen VTLs kommen in den verschiedenen, genannten Bereichen zum Einsatz?

Barbara Prystanowski: Die letztendliche Ausstattungsentscheidung wurde im Team und nach der Empfehlung von der Firma Waldmann mit allen Beteiligten festgelegt.


Welche Erfahrungen haben Sie bisher insbesondere mit VTL in den Patientenzimmern und Bädern gemacht? Anders gefragt: Wie wirkt sich VTL auf Ihre Patienten aus bzw. lässt sich beobachten, in welchem Maße (VTL-)Lösungen unterstützend/positiv wirken können?

Barbara Prystanowski: Letztendlich sind wir erst sehr kurz am Netz, das heißt etwa anderthalb Jahre. Wir sind 2018 in der Sommerzeit gestartet und haben so erst einen Winter hinter uns. Fakt ist aber schon jetzt, dass von der Beleuchtung in den Patientenzimmern und Bädern eine wohnlichere und angepasstere Atmosphäre für die Patienten ausgeht.
Wir gehen außerdem davon aus, dass wir eine entscheidende Sturzprophylaxe mit der Beleuchtung umgesetzt haben, eine reduzierte Medikamentengabe oder andere Parameter haben wir nicht eingehend erfasst und untersucht.


Kann man auch bei den Angehörigen, die sich entsprechend kürzer im Hospiz aufhalten, positive Veränderungen erkennen? Gibt es Feedback bzw. wie werden die Beleuchtungssysteme in den verschiedenen Bereichen empfunden?

Barbara Prystanowski: Die Beleuchtungssysteme sind hier mittlerweile so alltäglich geworden und völlig störungsfrei und unaufdringlich involviert, dass es bei den Angehörigen gar nicht so auffällt. Wir hören allerdings immer wieder, dass Angehörige beim Betreten unseres Hospizes die Atmosphäre im Haus als besonders angenehm empfinden. Die angemessene Beleuchtung hat mit Sicherheit ihren Anteil daran.


Inwieweit hat VTL positive Effekte auf das Pflegepersonal? Wie machen sich diese bemerkbar? Gibt es konkrete Rückmeldungen zu den verschiedenen Bereichen, die mit VTL ausgestattet sind?

Barbara Prystanowski: Auch beim Pflegepersonal kommt das Beleuchtungssystem sehr gut an. Vor allen Dingen in den Büroräumen und bei der Dokumentation wird das Licht als unterstützend empfunden. Und hier macht sich dies vor allem bei den Pflegefachkräften bemerkbar, die die Nachtschichten absolvieren. Die Lichtlösungen werden insbesondere als wenig belastend und wenig anstrengend für die Augen wahrgenommen.


Danke für das angenehme Gespräch.


Ergänzung zum Interview von Michael Doser, Leiter Vertrieb Pflege und Gesundheit, Herbert Waldmann GmbH & Co. KG.


Was zeichnet die Waldmann-Lichtsysteme aus?

In dieser Einrichtung wurden je nach Bereich unterschiedliche Leuchten und insgesamt eine große Bandbreite des Waldmann-Portfolios eingesetzt. Dadurch sind für den Patienten und Besucher die einzelnen Bereiche bei gleicher Lichtqualität und Lichtwirkung abgegrenzt.

Im Vergleich zu den am Markt üblichen Lichtsystemen heben sich die Waldmann-Lichtsysteme durch einen hohen indirekten Lichtanteil (mind. 50 %) ab. Durch diesen hohen Indirektanteil erreichen wir ein „schattenarmes Lichtszenario“, das Fehlinterpretationen, die zu Stürzen, Verunsicherungen oder Verängstigungen führen können, vermieden werden. Als weiteres erreichen wir dadurch ein für das Auge sehr angenehmes, weiches Lichtempfinden, da das Auge nicht ständig an sehr unterschiedliche Helligkeiten adaptieren muss. Die Räume werden großflächig und sehr gleichmäßig ausgeleuchtet.

Als Weiteres setzen wir seit über 15 Jahren biodynamische Lichtsysteme „VTL – Visual-Timing-Light“ ein. Die Beleuchtung verändert sich sowohl in der Lichtfarbe als auch der Helligkeit und führt so einen natürlichen Tagesverlauf nach. Durch die unterschiedlichen Lichtfarben verändert sich auch die Farbwahrnehmung im Raum. Somit wird auch das Farbkonzept dieser Einrichtung lebendig. Dieses VTL-Lichtsystem hat durch das Kaltlicht einen direkten Einfluss auf das Melatonin (Schlafhormon). Die Nutzer sind während des Tages wach und aktiv; ab Abend und in der Nacht demensprechend müde und haben einen erholsamen/wohltuenden Schlaf.

Rotary Hospiz
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